Die 5 wichtigsten Fragen zu Recruiting-Videos

2. April 2018

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1. Was sind Recruiting-Videos?

Recruiting-Videos werden im Employer Branding eingesetzt, um neue Mitarbeiter zu gewinnen (Rekrutierung). Die meist kurzen Filme richten sich an potentielle Bewerber und stellen das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber dar. Recruiting-Videos werden im Personalmarketing eingesetzt um Arbeitswelten realistisch darzustellen. Außerdem können die Videos die Wahrscheinlichkeit erhöhen, den passenden Bewerber zu finden (Matching).

Wichtig ist deshalb, dass die Filme glaubhaft und authentisch sind. Dies gelingt mit journalistischen Beitragsformen (Interviews, Reportage) und Storytelling. Neben dem Begriff Recruiting-Videos, spricht man auch von Arbeitgeber-, Karriere- oder Mitarbeitervideos. Recruiting-Videos sind nicht zu verwechsen mit klassischen Imagevideos, die sich an Endkunden richten.

2. Welche Arten von Recruiting-Videos gibt es?

Grundsätzlich stellt sich die Frage, für welchen Zweck das Video produziert werden soll. In der Regel sollen die Filme Karriereseiten oder Arbeitgeberprofile (XING, kununu, Google Jobs) ergänzen. Es bietet sich an eigene Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen. Ein Beispiel für ein Arbeitgebervideo mit vielen Mitarbeiterstimmen für den Lautsprecherhersteller teufel (produziert von dreilandmedien).

Ist das Arbeitgebervideo an ALLE potentiellen Bewerber gerichtet, steht thematisch die Arbeitgebermarke im Vordergrund. Man kann aber auch eine bestimmte Bewerbergruppe ansprechen, z.B. Vertriebler, IT-Mitarbeiter oder Auzubildende.

Nachfolgend ein Beispiel der hessischen Justiz, die gezielt Anwärter für den Beruf des Rechtspflegers sucht:

3. Wie sieht ein typischer Recruitingfilm aus?

Recruitingvideo sind für Bewerber gemacht und die haben eine klare Vorstellung davon, welche Eigenschaften Arbeitgeber mitbringen sollen. So sind vor allem weiche Faktoren wie Arbeitsklima oder Work-Life-Balance entscheidende Faktoren für die Berufswahl (siehe Studie Recruiting-Trends).

Mit Recruiting-Videos können diese Soft Skills glaubhaft vermittelt werden, in dem Mitarbeiter zu Wort kommen und realistische Arbeitswelten gezeigt werden, z.B. mit Jobstories. Unternehmen haben oftmals einen ausgeprägten Wunsch nach besonders kreativen und originellen Videos. Doch Personaler sollten den eigentlichen Zweck und vor allem die Zielgruppe nicht aus den Augen verlieren.

4. Wie teuer sind Recruiting-Videos?

Recruiting-Videos werden meistens in 3 Schritten produziert:

  • Planung und Kreativkonzept
  • Produktion vor Ort (Drehtag)
  • Postproduktion (Schnitt und Korrekturschleife).

Die Kosten für ein einfaches Recruiting-Video mit einem Drehtag liegen bei ca. 6tsd bis 8tsd Euro. Bei größeren Produktionen mit mehreren Drehtagen und mehreren Videos können die Produktionskosten auch bis zu 10-15tsd Euro betragen. Für kleinere Budgets empfehlen sich Videoformate wie etwa der ArbeitgeberREPORT. Im Gegensatz zu individuellen Produktionen stehen hier Machart, Länge und Design des Videos bereits fest.

5. Wer produziert Recruitingfilme?

Grundsätzlich wird jede Produktionsfirma auch Recruiting-Videos anbieten können. Es lohnt sich aber ein genauer Blick auf das Portfolio des Anbieters. Viele Dienstleister haben ihre Expertise in Werbefilmproduktionen und sind spezialisiert auf "große Bilder". Für Recruiting-Videos sind andere Qualitäten gefragt. Hier stehen die Menschen im Fokus.

Entscheidend ist journalistisches Handwerk und Storytelling. Professionelle Interviews für authentische Statements sind genauso wichtig, wie eine kreative und vor allem glaubhafte Geschichte.

Über den Autor:

Geschäftsführer Sascha Baron

Sascha Baron ist Videojournalist und bietet mit seinem Unternehmen dreilandmedien GmbH Storytelling für Unternehmen an. Der Saarländer hat sich auf die Produktion von Recruiting-Videos spezialisiert und macht Filme für das Employer Branding u.a. für TEVA, LVM Versicherung oder Bitburger.

Kommentare

Nicht nur Musik ist Trumpf – Über den Einsatz von Videos im Personalmarketing « personalmarketing | employer branding | social media – kritisch hinterfragt | personalmarketing2null sagt:

[…] der Lobhudelei, zurück auf den Boden der Tatsachen und zu einem Video, auf das ich durch einen Blogpost aufmerksam wurde. Hier versucht der Automobil-Zulieferer Schaeffler (genau, das sind die, die sich […]

Nicht nur Musik ist Trumpf - Über den Einsatz von Videos im Personalmarketing – personalmarketing, employer branding, social media kritisch hinterfragt - personalmarketing2null sagt:

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