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7 Fragen an HR-Blogger Jakob Osman von personalmarketing-nerds.de

Stellen Sie sich und Ihren Blog in 3 kurzen Sätzen dar?

Mein Name ist Jakob Osman, ich bin der Agenturleiter der Employer Branding Agentur Junges Herz und Blogger des Blogs Personalmarketing-Nerds. Ich blogge zu Themen wie Trends, Kampagnen und Strategien im Personalmarketing und Employer-Branding.

Welche Motivation steckt hinter der Idee Ihres Blogs?

Mein Ziel ist es, dass wir Personalentscheidern aus ganz unterschiedlichen Branchen praxisnahe Möglichkeiten im Personalmarketing und Employer Branding aufzeigen. Dazu gehört, dass wir uns auch kritisch mit vermeintlichen Trends auseinandersetzen. Wir wollen einerseits für etwas Aufklärung andererseits auch für Spaß und Unterhaltung sorgen.

Was ist für Sie der neue große Trend Personal-Recruiting?

Ich glaube, dass das Thema Mobile Recruiting erst in den Kinderschuhen steckt. In diesem Feld ist enorm viel Potential. Wenn man sich das digitale Nutzerverhalten von jungen Menschen anschaut – welche ja zwangsläufig irgendwann älter werden – dann bin ich noch immer erstaunt, dass der Bewerbungsprozess vieler Unternehmen so „mobile-feindlich“ ausgelegt ist.

Ich denke auch, dass die klassische Arbeitgeberkampagne immer mehr in den Hintergrund rücken wird und Unternehmen mehr und mehr den Nutzen von Zielgruppen-Kampagnen im HR-Bereich erkennen werden.

Wie sehen Sie die Entwicklung des Personal Marketings generell?

Ich betrachte den Markt durchaus wachsam und nicht unkritisch. Ich bin kein Freund von ständigen Events, Messen, Camps, Workshop-Sessions usw. Diese Selbstbeweihräucherung der Branche ist etwas nervend, da dabei nichts Substantielles rumkommt. Hier geht es meist um das Braten in der eigenen Soße.

Die Branche ist aber aktuell sehr stark in Bewegung, da in den letzten Jahren immer mehr spannende Agenturen und Dienstleister den Markt erobert haben.  Wir werden auch zukünftig tolle Projekte und Ideen sehen.

Welche Recrutingmethoden unter Einbezug neuer Technologien werden weiterhin an Bedeutung gewinnen und welche an Bedeutung verlieren?

Vermutlich wird das Mobile Recruiting zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dazu zähle ich jetzt nicht nur die Mobiloptimierung der Karriere-Website, sondern auch die klare Positionierung als Arbeitgebermarke auf den mobilen Endgeräten der Kandidaten. Im Ausbildungsbereich sieht man diesen Trend schon sehr schön.

Immer mehr an Bedeutung verliert der Print-Markt. Klassische Print-Stellenanzeigen sind in ganz wenigen Fällen noch wirklich effektiv. Die Zeitungsbranche kann sich nur durch starke Digital-Angebote retten.

Wenn Sie ein Mittelständisches Unternehmen hätten, wie würden Sie das Thema Recruiting angehen?

Da wir das Personalmarketing für viele Mittelständler machen ist die Frage nicht ganz ungewohnt für uns. Stark vereinfacht würde ich eine Strategie aus drei Säulen vorschlagen:

– Aufbau einer Arbeitgebermarke nach Zielgruppen
– Ordentliche und sinnvolle Optimierung der Karriere-Website
– Aufbau einer modernen Personalmarketing-Strategie unter Berücksichtigung der Zielgruppen

Wie finden Sie die Idee des ArbeitergeberREPORT?

Prinzipiell bin ich ein Freund der Simplifizierung. Der ArbeitgeberReport ist für mittelständische Unternehmen mit wenig Budget eine gute Möglichkeit, um sich auch mal im Bewegtbild als Arbeitgeber zu präsentieren.